Radentscheid Hamburg sehr zufrieden mit Unterschriftensammlung

Mindestanzahl der 10.000 Unterschriften schon um 50% überschritten.

Angepeilt sind 20.000 als Endstand.Hamburg, den 6. August 2019.  Der Radentscheid Hamburg freut sich, das Minimalziel seiner Ende März gestarteten Volksinitiative „Sicheres Radfahren für alle, überall in Hamburg“ deutlich übertroffen zu haben. Bereits im Juli erreichte die Zahl der gesammelten Unterschriften von Hamburger Bürger*innen die Marke von 10.000. Das ist die Zahl, die die Volksinitiative für ihr Gelingen mindestens braucht. Der Erfolg einige Wochen vor Ende der Frist wiegt umso mehr, als die Initiative rein privat von engagierten Radfahrenden getragen wird. Eine direkte Verbindung zu politischen Parteien oder Verbänden besteht nicht.

„Aktuell haben wir schon die Marke von 15.000 Unterschriften erreicht“, sagt Dörte Determann vom Radentscheid Hamburg, die verantwortlich ist für das Sammeln der Unterschriftenlisten. „Uns bleibt offiziell noch Zeit bis zum 20. September, dann geben wir unsere gesammelten Unterschriften beim Hamburger Senat ab. Bis zu diesem Termin wollen wir die Marke von 20.000 Unterschriften schaffen.

“Um dieses Ziel zu erreichen, nennt der Radentschied zwei wichtige Voraussetzungen. Erstens: Alle Hamburger*innen, die ein Interesse an sicherem und bequemem Radfahren in der Hansestadt haben, sollten unterschreiben (falls noch nicht geschehen). Zweitens: Alle Hamburger*innen sollten möglichst Freunde, Familie, Bekannte und Kollegen mobilisieren, damit weitere Bevölkerungskreise für den Radentscheid und dessen zwölf Ziele unterschreiben. In den nächsten Wochen läuft also der Endspurt für die Sache der Radfahrenden! Volle Unterschriftenlisten sollten möglichst bis zum 13. September uns geschickt werden!

Dass unsere Ziele auf offene Ohren bei den Hamburger*innen stoßen, dies haben wir vom Radentscheid bei unseren öffentlichen Auftritten oder unseren vielen Einzelaktionen (z.B. Sammeln an Straßenkreuzungen, wenn morgens der Berufsverkehr durch die Stadt rauscht) immer wieder erfahren. Oft nahmen wir ein „Danke, dass ihr das macht.“ als schöne Motivation mit nach Hause. Eine unserer noch ausstehenden Auftritte wird am 1. September die Kidical Mass sein, eine Cityradtour auf großen Straßen für Kinder mit Fahrrädern und Laufrädern, begleitet und abgesichert durch die Polizei.

Auch Parteien setzen sich mit unseren Zielen auseinander und schreiben sie teilweise in ihre verkehrspolitischen Zukunftskonzepte. So geißelt Marcus Weinberg, Spitzenkandidat der Hamburger CDU, den Ausbau der Radinfrastruktur durch den amtierenden Rot-Grünen Senat als „kurzfristig aufgepinselte Fahrradstreifen“, die weder Autofahrern noch Radfahrenden helfen würden. Wir als Radentscheid Hamburg haben als eine unserer Hauptforderung festgelegt, dass gesicherte und vom Autoverkehr baulich getrennte Radwege angelegt werden müssen.

Der Radentscheid Hamburg ist stolz auf das bisher Erreichte. Ohne Unterstützung von Organisationen und Firmen sowie vieler Bürger*innen wäre das nicht möglich gewesen. Einen speziellen Dank möchten wir an dieser Stelle richten an: AStA Uni Hamburg, Changing Cities, Fridays for Future, GEW, Greenpeace, Lichtblick und VCD.

(Text: Reiner Kepler)