Warum braucht Hamburg einen Radentscheid?

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Die Freie und Hansestadt Hamburg hat 2016 das Bündnis für den Radverkehr geschlossen und eine Radverkehrsstrategie formuliert. Ein Ziel dieser Radverkehrsstrategie ist ein Radverkehrsanteil von 25 % am Modalsplit. Bei der derzeitigen Umsetzung der Radverkehrsstrategie wird von Seiten der Stadt meist auf die zwingend notwendige Umverteilung der Flächen auf Kosten der Sicherheit verzichtet. Nach neuesten richterlichen Urteilen gefährdet beispielsweise ein nach Mindestvorgaben umgesetzter Schutzstreifen die Sicherheit von Radfahrenden durch den Autoverkehr. Die Stadt leistet zu wenig, um die selbst gesteckten Ziele zu erreichen und dem Radverkehr ausreichend Fläche zur Verfügung zu stellen.

Die derzeit verfolgte Senats-Strategie schließt viele Teile der Bevölkerung vom Radfahren aus. Familien mit Kindern, eigenständig fahrende Kinder, Senioren, Menschen mit Behinderungen oder Beeinträchtigungen meiden die vom Senat favorisierten Streckenführungen auf der Straße, oder den Mischverkehr auf stark befahrenen Straßen. Diese Gruppen und insbesondere auch die ökonomisch Schwachen werden selbst nach Umsetzung der mangelhaften Radverkehrsstrategie der Stadt weiterhin in ihrer Mobilität und damit in ihrer kulturellen Teilhabe stark benachteiligt sein.

Der Radentscheid Hamburg will durch die Eingabe einer besonderen Vorlage für einen Volksentscheid einen sicheren, komfortablen und gleichberechtigten Radverkehr für Hamburg erreichen. Die besondere Vorlage basiert auf der Fomulierung von unseren 12 Zielen.